Udo Weyland beendet Karriere bei der EPBF
- Stehende Ovationen, Tostender Beifall füllen den Sitzungssaal in St. Johann (Österreich), nach der Laudation von Gre Leender (Präsident der EPBF) zu Ehren von Udo Weyland.
Eine förmliche Abstimmung über die Ernennung zum Ehrenmitglied der EPBF war somit hinfällig geworden. Der europäische Verband verleiht Udo Weyland (66) die Ehrenmitgliedschaft und dankt für seine jahrelange Arbeit im Präsidium. Viele Nationen verabschieden Weyland mit Geschenken und Urkunden und würdigen seine hervorragenden Leistungen als Jugend-Sportdirektor der EPBF.
Eine Ära geht nach 20 Jahren zu Ende
Laudatio Gre Leenders
2009 ist auch ein Jahr, in dem Vorstandswahlen auf der Agenda stehen. Der gesamte Vorstand, mit Ausnahme des Präsidenten, steht für die nächsten vier Jahre zu Neuwahl an
Für eine Person des Vorstandes war es leider seine letzte Amtszeit. Er hat sich dafür entschieden, nicht mehr zu kandidieren um den Weg einer jüngeren Person freizumachen.
Hinter dieser Entscheidung verbirgt sich Udo Weyland. Wenn man von seinen Leistungen für die EPBF spricht, kann man ab jetzt von einem großen Verlust sprechen. Seid vielen, vielen Jahren hat er im Vorstand gearbeitet. Aber sein Flaggschiff war die Jugend. Man kann all seine Verdienste gar nicht aufzählen, denn es würde viele Seiten füllen.
Wie auch immer, ich übertreibe nicht, wenn ich das Engagement, die Leidenschaft (oftmals mit starker Stimme) und das unermüdliche Bestreben, die Qualität des Jugendsports zu steigern, als herausragende Charakterzüge seiner Arbeit bezeichne.
Unabhängig davon ist er ein sehr geschätztes Mitglied des Vorstandes war (und uns noch ist), hat er immer Verständnis für andere Argumente und Erklärungen gehabt.
Wir wollen Udo in geeigneter Art und Weise danken und ihn immer in unseren Gedanken als ein exzellentes Vorstandsmitglied behalten.
Im Namen des Vorstandes möchte ich Udo Weyland von ganzem Herzen für seine Arbeit, Zeit und Engagement in der Vergangenheit danken und ihm alles Gute für die Zukunft wünschen.
Das Engagement von Udo Weyland zeigt sich schon darin, dass er 1989, auch ohne offizielles Amt, mit zupackender Hand seine Zeit für den europäischen Sport einsetzte. Die WM 1990 in Bergheim/Deutschland und die EM 1991 Leningrad/Russland waren seine ersten Veranstaltungen die von ihm mit organisiert wurden.
Dieser Einsatz überzeugte das Präsidium und die Nationen, so dass 1992 die Wahl ins Präsidium der EPBF anstand. Hier schließt sich ein Kreis, denn die Wahl fand ebenfalls in Österreich statt, wo nun auch die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde.
Aufgrund von politischen Querelen hat Weyland dann 1995 sein Amt niedergelegt und wurde später wiederum durch die EPBF gefragt, ob er sich eine Zusammenarbeit nicht weiter vorstellen könnte. Als Jugenddirektor kam Weyland wieder zurück und kümmerte sich um „seine Jugend“ wie er es schon in Deutschland seit Jahren tat. Wie heißt es so schön…“auf jeden Topf passt ein Deckel“ und die Jugend und Weyland passen einfach zusammen.
Im Rückblick muss man sich fragen, gäbe es Jugendmeisterschaften, European Juniors Team Cup, Sommertrainingscamps, Jugendkader, wirklich ohne den Einsatz eines mit Ecken und Kanten übersäten Funktionärs. Vielleicht gäbe es diese ganzen Dingen wirklich, aber mit Sicherheit kann man sagen, dass Weyland hier sehr viel dafür getan hat und dafür gebührt ihm der Dank aller Billardsportler auf dem Kontinent.
Wer 20 Jahre ehrenamtlich in Europa tätig war, der darf auch stolz auf seine Arbeit sein und kann auf viele schöne Momente zurück blicken.
Der europäische und deutsche Billardsport kann sich glücklich schätzen, solche Mitstreiter zu haben und dankt für eine lange, erfolgreiche Ära.



