Zweiter EM-Titel für Daniel Sanchez
- Christian Rudolph unter den letzten Acht
Daniel Sanchez aus Spanien hat zum zweiten Mal nach dem Jahr 2000 die Europameisterschaft im Dreibandbillard gewonnen. Im dänischen Odense sicherte sich Sanchez den Titel aber erst nach einem dramatischen Finale gegen den Belgier Frédéric Caudron. Zweimal war Sanchez in Führung gegangen, doch beide Male hatte Caudron sofort wieder ausgeglichen: 15:11, 2:15, 15:2 und 9:15. Im Entscheidungssatz hatten dann beide ihre Chancen, ehe sich Sanchez mit 15:13 knapp den Sieg sicherte.
Den Bronzerang teilten sich in Odense der Schwede Torbjörn Blomdahl, der im schwäbischen Backnang lebt, und der Türke Tayfun Tasdemir. Blomdahl hatte in einem hochkarätigen Halbfinale mit 0:3 gegen Daniel Sanchez verloren. Ein Schnitt von genau 2,0 reichte für Blomdahl nicht, weil Sanchez einen überragenden Schnitt von 3,0 spielte. In der zweiten Begegnung der Vorschlussrunde setzte sich Frédéric Caudron ebenfalls mit 3:0 Sätzen gegen Tasdemir durch.
Bester Deutscher in Odense war der gebürtige Kölner Christian Rudolph, der das Viertelfinale erreichte. Dort aber wurde er mit 3:1 von Tayfun Tasdemir gestoppt. Auch für den niederländischen Titelverteidiger Dick Jaspers war im Viertelfinale Schluss. Er unterlag Frédéric Caudron ebenfalls mit 1:3 Sätzen; in diesem Match spielte Caudron gar einen Schnitt von mehr als drei.
Der Essener Martin Horn, der vor wenigen Wochen seinen ersten Weltcup gewonnen hatte, hatte es in Dänemark bis ins Achtelfinale geschafft. Dort scheiterte er aber am belgischen Routinier und Ex-Weltmeister Jef Philipoom mit 2:3 Sätzen. Ausgerechnet im fünften Durchgang hatte Horn nicht an die zuvor gezeigten guten Leistungen anknüpfen können. (Rolf Kalb)



